Start › Leistungen › Küchenmontage
Montage ist keine reine Reihenfolge von Kartons. Der reale Boden, der Wandverlauf, Passstücke, Ausschnitte und Geräte müssen zu einem geprüften System zusammenfinden. Unser Leitformat ist der Passfugenplan: Er zeigt, wo Toleranz aufgenommen wird und welche Stelle vor dem nächsten Schritt kontrolliert werden muss.

Nicht die breite Frontfläche, sondern Bodenlinie, Wandanschluss, Öffnungsraum und technische Zugänge entscheiden, ob die Küche sauber funktioniert.
| Prüffeld | Vorleistung | Freigabe |
|---|---|---|
| Bezugslinie | fertiger Boden und Höhenpunkte aufgenommen | Sockel- und Arbeitshöhe bestätigt |
| Korpuslauf | Wandverlauf, Winkel und Befestigung geprüft | ausgerichtete, verbundene Schrankfolge |
| Passstücke | Öffnungsraum und Wandtoleranz bestimmt | zugeschnittene, lösbare Randdetails |
| Arbeitsplatte | Auflager, Stöße und Produktmaße abgeglichen | Ausschnitte und Kanten freigegeben |
| Geräte | Nischen, Lüftung und Anschlüsse kontrolliert | eingesetzte und geprüfte Produkte |
| Abnahme | Fronten, Fugen, Funktionen und Zugänge getestet | Protokoll mit Restpunkten |
Bevor Schränke verbunden werden, wird der fertige Boden entlang der Küchenstrecke geprüft. Höhenunterschiede wirken auf Sockel, Arbeitsplatte, Geräte und Frontfugen. Eine einzige Messung am Raumeingang reicht nicht. Die Bezugslinie macht sichtbar, wo Stellfüße ausgleichen können und wo eine andere Entscheidung nötig ist.
Der Wandverlauf wird mit dem Aufmaß verglichen. Eine Abweichung wird nicht durch Gewalt oder eine zufällige Silikonfuge versteckt. Passleisten, Wangen und Plattenanschluss nehmen definierte Toleranzen auf. Auch in einem neueren Freiburger Gebäude wird kein rechter Winkel unterstellt; in älterem Bestand wird umgekehrt keine Schiefe erfunden. Der konkrete Raum entscheidet.
Befestigungen richten sich nach Wandaufbau, Last und System. Sicht oder Baualter allein reichen für keine sichere Aussage. Unklare Untergründe werden fachlich geprüft. Leitungsbereiche müssen bekannt sein, bevor gebohrt wird. Diese Vorbereitung schützt nicht nur das Möbel, sondern verhindert, dass Montagefortschritt über einer ungeklärten Grundlage entsteht.
Unterschränke werden positioniert, nivelliert und miteinander verbunden. Dabei bleibt Raum für Passstücke, Geräte und geplante Fugen. Kleine Abweichungen am Anfang addieren sich über eine lange Zeile. Deshalb werden Achsen und Frontflucht fortlaufend kontrolliert statt erst am letzten Schrank.
Hoch- und Oberschränke werden auf sichere Befestigung und erforderliche Abstände geprüft. Türen, Klappen und Auszüge müssen vollständig öffnen, ohne Wand, Griff, Leuchte oder Nachbarfront zu treffen. Bei gegenüberliegenden Zeilen werden gleichzeitige Öffnungen getestet. Ein Rendering zeigt diese Körperbewegung nur dann, wenn sie bewusst simuliert wurde.
Der Sockel bleibt dort zugänglich, wo Wartung, Belüftung oder Gerätefüße erreicht werden müssen. Abnehmbare Teile werden nicht so befestigt, dass spätere Arbeiten die Front beschädigen. Reinigung und Feuchteschutz gehören ebenfalls zum Detail. Ein sauberer Abschluss ist erst gut, wenn er Nutzung und Zugriff nicht verhindert.
Vor dem Schnitt werden Plattenmaß, Wandverlauf, Auflager und konkrete Geräteunterlagen abgeglichen. Kochfeld und Spüle brauchen passende Ausschnitte, Kantenbehandlung und ausreichende Materialstege. Maße aus einer alten Produktliste oder einem ähnlichen Modell sind keine Grundlage. Serien- und Modellkennung müssen zum bereitliegenden Gerät passen.
Stöße und Wandanschlüsse werden materialgerecht ausgeführt. Werkstoff, Fuge, Feuchte und Wärme spielen zusammen. Eine dekorative Abschlussleiste darf keine ungeklärte Geometrie kaschieren. Bei Stein, Keramik, Holz oder Schichtstoff unterscheiden sich Herstellung und Montage; verbindlich sind die konkreten System- und Herstellerangaben.
Vor dem Einsetzen wird kontrolliert, ob Leitungen, Steckplätze und Lüftungswege erreichbar bleiben. Ein Ausschnitt ist meist schwer reversibel. Deshalb ist der kurze Stopp vor dem Werkzeug wertvoller als eine schnelle Nacharbeit. Die Freigabe wird am realen Bauteil und Raum erteilt, nicht nur anhand der ursprünglichen Ansicht.
Nach Ausrichtung werden alle Türen, Klappen und Auszüge einzeln und in kritischen Kombinationen bewegt. Frontfugen, Griffpositionen, Dämpfung und Kollisionsfreiheit werden geprüft. Geräteöffnungen brauchen Bedienraum und eine nahe Abstellmöglichkeit. Der Geschirrspüler wird nicht nur geschlossen betrachtet, sondern im Beladevorgang.
Wasser- und Gerätefunktionen werden im vereinbarten Umfang getestet. Fachpflichtige Anschlüsse bleiben der zuständigen qualifizierten Stelle vorbehalten. Spüle, Armatur, Fugen und erreichbare Verbindungen werden beobachtet. Unterlagen und Zubehör lassen sich den Produkten zuordnen. Hinweise zu Pflege und lösbaren Bauteilen werden verständlich übergeben.
Restpunkte erhalten genaue Position, Foto, Auswirkung, Verantwortlichkeit und Termin. Ein Kratzer, eine fehlende Front und ein technisches Hindernis sind unterschiedliche Kategorien. Diese Trennung verhindert eine unklare Sammelliste. Die Küche gilt nicht wegen eines schönen Gesamtbilds als abgenommen, sondern weil vereinbarte Funktionen und nachvollziehbare Details geprüft sind.
Jeder Punkt erhält einen Status: vorhanden, geprüft, freigegeben oder offen. Ein Foto kann einen Zustand zeigen, ersetzt aber weder Maß noch fachliche Bestätigung. Bei einer Änderung wird nur der betroffene Teil nicht einfach überschrieben, sondern mit Datum und neuer Planversion nachgeführt.
Der Montagestart beginnt mit dem realen Raum, nicht mit einer pauschalen Altbau- oder Neubauannahme. Bodenlinie, Wandverlauf, Leitungszonen und die aktuelle Planversion werden gemeinsam abgeglichen. Wo ein Maß abweicht, wird die Folgenfrage zuerst gestellt: betrifft es Passstück, Geräteöffnung, Arbeitsplatte oder Befestigung?
Passleisten und Wangen werden als geplante Toleranzzonen behandelt. Sie dürfen eine Wandbewegung aufnehmen, aber keine offene Ursache verdecken. Vor Ausschnitten werden das konkrete Gerät, die Auflage und der zugängliche Technikraum erneut geprüft; irreversibel wird erst gearbeitet, wenn diese Punkte zusammenpassen.
Der Abschluss ist eine Funktionsrunde am aufgebauten Möbel: Auszüge, Türen, Fugen, Geräteöffnungen und erreichbare Wartungsstellen werden einzeln betrachtet. Abweichungen werden nach Art und Auswirkung getrennt festgehalten. Dadurch wird eine Einstellarbeit weder zum dramatischen Mangel noch ein Funktionshindernis zur beiläufigen Notiz.
Erst wird der reale Verlauf gemessen. Passleisten, Wangen oder Plattenanschlüsse nehmen definierte Toleranzen auf; die passende Lösung hängt vom konkreten Raum und System ab.
Nur mit eindeutig bestätigten Produktdaten und Maßen. Ein ähnliches Modell oder eine alte Unterlage ist für einen schwer reversiblen Schnitt zu riskant.
Unter anderem Öffnungen, Fugen, Oberflächen, Gerätefunktionen im vereinbarten Umfang, Wasserbereiche, Zugänge und dokumentierte Restpunkte.
Ein Foto des fertigen Raums, die aktuelle Planversion und bestätigte Produkte sind die Grundlage für einen belastbaren Montagestart.